Über uns

 
 
Die Steuerungsgruppe

Über uns

Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ (Kurt Marti)

Als Steuerungsgruppe des entstehenden Netzwerks N.A.R.R.T sehen wir es als unsere Aufgabe, hinzugehen und zu sehen, dem Projekt aus den Kinderschuhen hinaus zu einem aufrechten Gang zu verhelfen. Als Initiator_innen des Netzwerks möchten wir gemeinsam mit anderen losgehen. Unsere Diskussionen sind geprägt durch unsere verschiedenen biographischen Hintergründe und die Vielfalt unserer aktuellen Arbeitskontexte.

In der Gründung des Netzwerks liegt uns daran, Entwicklungsprozesse transparent und partizipativ zu gestalten. Wir begleiten die Zusammenstellung des Materials auf der Homepage, sichten und suchen Kernpunkte von Debatten, stoßen Prozesse an und versuchen die Vernetzung der Engagierten zu koordinieren.

Schon seit längerer Zeit standen wir vor der Frage, warum wir in Religionspädagogik und Theologie so wenig explizites Material zur Verfügung haben, um als Christ_innen sprach- und handlungsfähig zu werden gegen Antisemitismus und Rassismus.

So wollen wir uns auf die Zusammenstellung von solchen Matetrialien konzentrieren, die explizit durch eine theologische Durchdringung der Themen gekennzeichnet sind und nicht auf eine allgemeine Art zu beschreiben und zu bearbeiten suchen.

Zudem eint uns, dass wir den Ansatz bestimmter Richtungen interkultureller Pädagogik, dass sich Vorurteile durch eine positive Annäherung an die „Anderen“ bearbeiten lassen, kritisch sehen. Oft werden beim sog. „Begegnungslernen“ die Bilder vom „Anderen“ eher gefestigt als in Bewegung gebracht.

Der Begriff der interkulturellen oder interreligiösen Bildung scheint uns darüber hinaus eher zu Festlegung als zu Verflüssigung von Selbst- und Fremdzuschreibungen zu führen. Auch das wollen wir bei der Auswahl der Materialien berücksichtigen. Dabei geht es gerade nicht darum, bekenntnishaft zu sein, sondern über eingeschliffene Begrifflichkeiten nachzudenken. So diskutieren wir etwa, wie sich von der Migrationsgesellschaft ausgehend auch das Sprechen und Handeln der Kirchen verändern muss.

 

Als Mitglieder der Steuerungsgruppe eint uns der Versuch, die zentralen Kategorien christlicher Existenz und Theologie für antisemitismus- und rassismuskritische Denkwelten und Praxen produktiv zu machen.

 

Dominik Gautier,

1986, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zu seinem Interesse zählt die Frage nach der politischen Dimension von Theologie in Deutschland und den USA sowie die Arbeit an einer antisemitismus- und rassismuskritisch reflektierten Theologie und Religionspädagogik.

 

Rainer Möller,

1955, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Comenius-Institut. Er arbeitet u.a. zu den Schwerpunkten interreligiöses Lernen und Inklusion, zu befreiungstheologischen Ansätzen und Holocaust Education.

 

Aline Seel,

1986, Vikarin in Berlin Kreuzberg. Sie engagiert sich in der rassismuskritischen und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit im kirchlichen Bereich und ist neugierig auf innovative pädagogische Ansätze in Verbindung mit gut durchdachten Inhalten. Sie ist Mitglied im Vorstand der AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

 

Christian Staffa,

1959, Studienleiter der Evangelischen Akademie für Demokratische Kultur und Kirche. Er arbeitet an Themen des jüdisch-christlichen Gespräches, zu antisemitismus- und rassismuskritischer Theologieentwicklung und zu Judenfeinschaft in der christlichen Tradition. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung AMCHA, Mitglied des Kuratoriums Instituts Kirche und Judentum, Vorstandsmitglied der AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und Mitglied im Sprecher*innerat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus.

 

 
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